90 Jahre FC Teutonia Weiden

Der FC Teutonia 1919 Weiden begann seine Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen mit einem Ehrenabend. Hierzu begrüßte der 2. Vorsitzende Gerd Schicke zahlreiche Vertreter befreundeter Vereine sowie den designierten Bürgermeister Arno Nelles. Ebenfalls anwesend war der zukünftige Karnevalsprinz der KV Hölze Päed, Gottfried Kern. Die Vertreter der Ortsvereine erklärten in Ihren kurzen Gratulationsansprachen ihre Verbundenheit zur Teutonia und übergaben Geschenke.

Als Vertreter des Fußballkreises Aachen ehrte Horst Auzinger Alexandra Abels und Jürgen Wezel mit der silbernen und Gerd Schicke mit der goldenen Verdienstnadel des Fußballverbandes Mittelrhein.

Die Vereinsehrungen nahmen Gerd Schicke und Vorsitzender Peter Pütz vor.

Danach war Unterhaltung „pur“ angesagt. Mit den Sängern Peter Andree und Marc Maree kam tolle Stimmung im gut besetzten Pfarrheim auf. Marc Maree begeisterte zusätzlich mit einer Feuerschlucker-Einlage.

Am folgenden Tag fand an gleicher Stelle im festlich geschmückten Pfarrheim der Festabend statt. Im ausverkauften Saal- ca.300 Gäste- begeisterten nach der Begrüßung durch Gerd Schicke die Showtanzgruppe der KV Hölze Päed, das Komiker-Duo Schlabber und Latz, Party-Sänger Fino und Stimmungssänger Markus (Michael Wendler Cover) das Publikum. Souverän führte Udo Annas durch das Programm. In das Programm eingebaut wurde die Ernennung von einigen Ehrenmitgliedern. Für jeden hatte Gerd Schicke einen netten Rückblick auf ihre Tätigkeiten bei der Teutonia bereit.  Stimmung kam auch auf bei der Premiere von 2 neuen Vereinsliedern, die von 11 Teutonen gesungen und auf einer CD verewigt wurden. Getextet wurden diese Lieder von Dirk Pennartz und Gerd Schicke. Ein Teil des Verkaufserlöses ist für den Kindergarten St. Lucia bestimmt. Bis weit nach Mitternacht unterhielt die Band Feedback das Publikum. Erfreut war der 1. Vorsitzende als Gerd Schicke ihm mit dem Schirmherrn Leo Jansen (Sparkasse) sowie Josefine Lohmann (VR-Bank) in Vertretung des erkrankten Schirmherrn Leo Peter Pohen  den gesammelten Spendenbetrag von ca. € 6.000,00 an den 1. Vorsitzenden Peter Pütz übergab.

Abgeschlossen wurde das Jubiläum mit einem sonntäglichen Frühschoppen,  bei dem der  Erfolg der Jubiläumsfeierlichkeiten gebührend gefeiert wurde.

 

Presse Interview mit Teutonias 2.Vorsitzenden Gerd Schicke

Frage 1 :

Herr Schicke, der FC Teutonia Weiden feiert in diesem Jahr sein 90jähriges Bestehen. Ein Blick zurück in die Geschichte – wie ist der Verein entstanden und welche Ereignisse zählen zu den Höhepunkten in der langen  Vereinsgeschichte ?

 

Der Fußballsport hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht den Stellenwert von heute. Er galt als „rohes und wüstes“ Spiel. Doch damals fand sich eine kleine Interessengruppe, die Fußball spielen wollte. Es bestanden bereits der TV 1869 Weiden und Westwacht 05 Weiden. Doch diese Vereine zeigten kein Interesse, die Sportart „Fußball“ in ihren Verein aufzunehmen. In Würselen gab es bereits Rhenania 05, Rasensport 1911 und Sparta 1913. Es gab aber auch noch den Weidener BC mit Sitz in Würselen. Nach dem 1. Weltkrieg war das Interesse am Fußballspiel stark angestiegen.

20 Männer waren es schließlich in Weiden, die sich zur Gründungsversammlung in der Gaststätte Joh. Classen, Eschweiler Straße trafen. Anfang September 1919 ging die Teutonia in die erste Meisterschaftssaison und zwar in der untersten C-Klasse. Die erste Erwähnung eines Spieles in der Presse erfolgte am 21.09.1919 mit einem 5:3 Heimsieg über Sparta Würselen. Auf Anhieb schaffte man den Aufstieg in die B-Klasse.

Höhepunkte gab es viele. Hier sind natürlich alle Aufstiege zu nennen, ob Aufstieg der Herren in die jeweils  höheren Klassen oder der 1. Aufstieg der Damen in die Regionalliga. 1989 fuhren die Damen mit einem Bus zum vorentscheidenden Spiel zum damaligen Tabellenführer  Bergfried Leverkusen. Mit an Bord des Busses unser Pfarrer Hans Rolf Krewinkel. Die Damen gewannen 2 : 0. Das war die Tabellenführung, die man nicht mehr bis zum Saisonschluss abgab.

Bei den Herren war ein Höhepunkt das Entscheidungsspiel in der Bezirksklasse im Jahr 1976 um den Aufstieg in die Landesliga. Im Mariadorfer Südpark unterlag man vor 2.500 Zuschauern mit 0 : 2 dem SC Kellersberg. Spiele gegen die Profimannschaften von Alemannia Aachen und Borussia Mönchengladbach waren weitere Höhepunkte.

 

Frage 2 :

Wie ist der Verein denn im Jubiläumsjahr aufgestellt ?

 

Leider haben die Frauen- und die Mädchenabteilungen den Verein nach 39 Jahren Zugehörigkeit „Teutonia“ hin zu Alemannia Aachen aus diversen Gründen verlassen. Nicht nur ein Verlust für die Teutonia, sondern ein nach meiner Meinung noch größerer Verlust für das Image der Stadt Würselen. Für diesen Wechsel konnten wir nach den DFB-Richtlinien keinerlei finanzielle Forderungen stellen. Wir würden uns aber freuen, wenn Alemannia Aachen sich aus moralischen Gründen verpflichtet fühlen würde, in irgendeiner Weise uns entgegen zu kommen, sei es durch Freundschaftsspiele ihrer                                    1. Herrenmannschaft oder durch Autogrammstunden bei Jugendturnieren.

Zurzeit  haben wir 2 Herrenmannschaften im Spielbetrieb. Überraschend gut  halten sich nach den ersten Spieltagen beide Mannschaften. Die 1. Herrenmannschaft möchte den Vorjahreserfolg – man erreichte Platz 3 - überbieten und die 2. Mannschaft möchte, solange wie es geht, die Konkurrenz ärgern.

Unser besonderes Augenmerk gilt dem Jugendbereich. Jugend ist das Kapital eines jeden Vereins. Doch ist das Problem bei den niederklassigen Vereinen, dass gute Spieler mit Versprechungen weggelockt werden, sehr groß. 

Eine Alt-Herrenmannschaft sowie eine Ü 50 – Mannschaft  bestreiten Woche für Woche freundschaftliche Spiele.

 

Frage 3 : 

Sie sagten es bereits – der Verein legt großen Wert auf eine gute Jugendarbeit. Von Bambini bis C-Jugend nehmen derzeit    8  Mannschaften am Spielbetrieb teil. Wie möchte der Verein gewährleisten, dass sich auch zukünftig  junge Leute zum Spielbetrieb  anmelden ? Werden Sie von der kommunalen Sportpolitik ausreichend  unterstützt ?

 

Unser 2. Vorsitzender für den sportlichen Bereich, Jürgen Wezel, hat im Juni eine Maßnahme entwickelt unter dem Titel „Teutonia – Konzept -2015“. In diesem Konzept sind Grundsätze und Ziele vorgegeben, die die Teutonia verarbeiten und entwickeln will.  Grundsätzlich steht das Interesse der Kinder bzw. Jugendlichen und der Eltern im Vordergrund der Vereinsaktivitäten.  Erste Aufgabe des Vereins ist die sportliche Aus- und Weiterbildung. Ziele sind u.a. möglichst mittelfristig in allen Altersklassen Mannschaften melden zu können und eine enge kooperative Abstimmung der Trainer/Spieler zwischen der ersten Mannschaft mit den weiteren Mannschaften jeder Altersklasse zu erreichen. Regelmäßige Trainerfortbildungen werden gefördert und angeboten. Bei  jugendlichen Trainern soll dies aktiv gefördert werden.  Unsere Jugendarbeit soll für die Mitglieder und deren Eltern attraktiver gestaltet werden. Dadurch könnte ohne „Abwerbung“ bei anderen Vereinen die Mitgliederzahl erhöht werden.

Hervorzuheben ist im Jugendbereich die gute Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung des VFR Linden-Neusen.

Seit Jahren veranstaltet der Jugendausschuss mit ca. 100 Mannschaften ein Pfingstturnier. Die hohe Zuschauerzahl ermutigt viele Kinder, auch dem Fußballsport nachzugehen.

Unterstützung durch die kommunale Sportpolitik wird kaum gegeben. Dies ist aber sicherlich nicht nur in unserem Verein so. Würselen ist die einzige Kommune im Aachener Raum, die keinen Kunstrasenplatz hat. Letztendlich waren auch Hauptgründe des Übergangs der Frauenabteilung zu Alemannia Aachen die Platzbedingungen und Umkleidemöglichkeiten. Versuche gemeinsam mit der Stadt Würselen die Bedingungen für die Frauen-Regionalliga bzw. 2. Bundesliga zu schaffen, wurden seitens der Stadt nicht wahrgenommen und trotz Zusagen nicht eingehalten.  Trainingsmöglichkeiten im Winter zur Vorbereitung zur Rückrunde waren in Würselen – ob auf Rasen- oder Aschenplatz – nicht möglich. So musste man auf Plätze anderer Kommunen gegen Entgelt ausweichen.

Ohne jegliche finanzielle Unterstützung aus öffentlicher Hand wurde durch zahlreiche Helfer ein Container zum Vereinsheim umgebaut. Darauf ist der Verein sehr stolz.

 

Frage 4 :

Am ersten Oktoberwochenende wird in Weiden kräftig gefeiert. Vom 2. bis 4. Oktober  laden Sie zu einigen Veranstaltungen ein. Auf welche Höhepunkte dürfen sich Mitglieder und Freunde des Vereins an diesem Wochenende freuen ?

 

Am 02.10. beginnt unser Jubiläum mit der Thekeneröffnung. An diesem Abend finden Ehrungen verdienter Mitglieder statt. Befreundete Vereine können an diesem Abend zum Jubiläum gratulieren. Ein Discjockey und Live-Künstler runden den Abend ab.

Der Höhepunkt zum Jubiläum wird sicherlich der Festabend am 03.10. sein. Ab 20 Uhr wird mit einem tollen Programm gefeiert.  Die Showtanzgruppe der KV Hölze Päed, das nicht nur aus dem Fernsehen bekannte Komikerpaar „Schlabber und Latz“ sowie Party-Sänger Fino sind Garanten für beste Unterhaltung . An diesem Abend wird einigen Mitgliedern die Ehrenmitgliedschaft angetragen. Außerdem wird ein Vorstandsmitglied von Alemannia Aachen eine kurze Ansprache halten. Die Band „Feedback“ wird den Abend musikalisch mitgestalten. Als Moderator konnte Udo Annas gewonnen werden. Eintrittskarten zum Preis von € 10,00 sind bei allen Vorstandsmitgliedern bzw. Trainern zu erwerben.

Am 04.10. beschließen wir das Jubiläum mit einem Frühschoppen, an dem Reisegutscheine verlost werden.

Alle Veranstaltungen finden im Pfarrheim St. Lucia, Luciastr. statt.

Mein Wunsch ist, dass nach einem Jahr Planung, gemeinsam  mit meinen Freunden im Wirtschaftsausschuss, für das Jubiläum ein vollbesetztes Pfarrheim der Lohn für unsere Bemühungen ist.

 

Bedanken möchte ich mich Leo Jansen –Sparkasse- und Leo Peter Pohen –Volksbank-, für ihre Bereitschaft, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Ebenso gilt mein Dank den Mitgliedern und Geschäftsleuten, die uns durch ihre Spenden finanziell unterstützt haben. Die Gesamtspende wird am Festabend dem 1. Vorsitzenden Peter Pütz übergeben.